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metaphysisch

Das Wort „metaphysisch“ bedeutet übernatürlich, hintergründig oder die rein physische Natur übersteigend. Es beschreibt Dinge, Fragen oder Phänomene, die mit den Methoden der Naturwissenschaften nicht messbar oder beweisbar sind.
Herkunft
Der Begriff leitet sich von der Metaphysik ab, einer Kerndisziplin der Philosophie. Das griechische metá tà physiká bedeutet wörtlich „nach der Physik“. Ursprünglich bezeichnete es schlicht die Bücher Aristoteles’, die in der Bibliothek nach seinen Schriften über die Natur (Physik) eingeordnet waren. Daraus entwickelte sich die inhaltliche Bedeutung: das, was hinter der sichtbaren Welt liegt.
Die zentralen Kernfragen
Ein metaphysisches Thema befasst sich mit den Fundamenten der Wirklichkeit:
  • Was existiert überhaupt? Gibt es eine unsterbliche Seele, Gott oder ein Leben nach dem Tod?
  • Was ist der Ursprung der Welt? Was war vor dem Urknall oder der Schöpfung?
  • Was ist der Sinn des Seins? Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?
Anwendungsbeispiele
  • Philosophie: „Die Frage nach der Existenz Gottes ist ein metaphysisches Problem, kein naturwissenschaftliches.“
  • Alltagssprache (oft leicht abwertend für „abgehoben“): „Verlieren wir uns jetzt nicht in metaphysischen Spekulationen, sondern bleiben wir bei den harten Fakten.“