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Metaphorik

Unter Metaphorik versteht man die Gesamtheit oder den gehäuften Einsatz von Metaphern in einem Text, einer Sprache, einem Werk oder einem bestimmten Bereich (wie der Politik oder der Wissenschaft). Sie beschreibt das bildhafte und übertragene Sprechen, bei dem ein Begriff aus seinem eigentlichen Kontext in einen anderen übertragen wird. [1, 2]
Merkmale und Funktion
  • Bedeutungsübertragung: Ein Wort wird nicht wörtlich, sondern in einem neuen, bildlichen Sinn verwendet.
  • Veranschaulichung: Abstrakte Ideen, komplexe Gefühle oder schwere Sachverhalte werden greifbar und verständlich gemacht.
  • Ähnlichkeit: Die Verbindung basiert auf einer unsichtbaren Ähnlichkeit zwischen den beteiligten Bereichen (ohne das Wort „wie“). [1, 2, 3, 4, 5]
Typische Anwendungsbereiche
  • Literatur und Lyrik: Um Stimmungen zu erzeugen und die Fantasie anzuregen (z. B. „Strom der Zeit“).
  • Alltagssprache: Oft als feste Redewendungen (z. B. „jemandem das Wasser reichen“) oder als sogenannte „tote Metaphern“ (z. B. „Tischbein“).
  • Politik und Medien: Um Meinungen zu lenken und abstrakte Krisen greifbar zu machen (z. B. „ein starres System“, „Wirtschaftswachstum“). [1, 2, 3, 4]