A C D E F H I K L M N O P Q R S T U V X Z
De Di Du

Dunning-Kruger-Effekt

Manche Menschen haben ein scheinbar unerschütterliches Selbstvertrauen: Selbst nach dem dritten Autounfall innerhalb eines Monats – ohne Fremdeinwirkung – sind sie der Meinung, dass sie überdurchschnittlich gute Autofahrer beziehungsweise Autofahrerinnen sind. Statt die Schuld bei sich zu suchen, schieben sie es zum Beispiel auf einen technischen Defekt am Auto oder die blendende Sonne.

Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt das Phänomen, dass Menschen mit geringer Kompetenz dazu neigen, ihre Fähigkeiten zu überschätzen, da sie nicht in der Lage sind, ihre eigenen Defizite zu erkennen. Namensgebend sind die Psychologen David Dunning und Justin Kruger, die den Effekt 1999 erstmals beschrieben. In ihrer Studie testeten sie die Teilnehmenden auf Logik, Grammatik sowie ihren Sinn für Humor. Diejenigen, die in diesen Bereichen schlecht abschnitten, neigten dazu, ihre Fähigkeiten zu überschätzen und sich als überdurchschnittlich kompetent zu betrachten. Die Teilnehmenden dagegen, die gut abschnitten, konnten ihre Fähigkeiten realistischer einschätzen.