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De Di Du

Deismus

Deismus (von lateinisch deus für „Gott“) bezeichnet eine religiöse Strömung der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert. Deisten glauben, dass ein Gott die Welt zwar erschaffen hat, aber seitdem nicht mehr in sie eingreift.
Das Bild vom „Uhrmacher-Gott“
Das deistische Gottesbild wird oft mit einem Uhrmacher verglichen:
  • Gott baut die Welt wie ein perfektes, mechanisches Uhrwerk.
  • Er zieht diese Uhr einmal auf und setzt sie in Gang.
  • Danach läuft die Welt komplett eigenständig nach den Naturgesetzen.
  • Gott greift nicht mehr ein – es gibt also keine Wunder, keine Offenbarungen und keine göttlichen Fügungen.
Kernmerkmale des Deismus
  • Vernunftreligion: Glaube basiert auf Logik und der Beobachtung der Natur, nicht auf heiligen Schriften.
  • Kritik an der Kirche: Ablehnung von Dogmen, kirchlichen Hierarchien, Ritualen und dem Glauben an Wunder.
  • Toleranz: Da es keine absolute göttliche Offenbarung an eine einzelne Gruppe gibt, sind alle Religionen prinzipiell gleichwertig.
Bekannte Vertreter
Die Denker der Aufklärung nutzten den Deismus, um Gott und die modernen Naturwissenschaften miteinander zu vereinbaren. Zu den bekanntesten Vertretern gehören Voltaire, Jean-Jacques Rousseau sowie die amerikanischen Gründerväter Thomas Jefferson und Benjamin Franklin.