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a posteriori

Der lateinische Ausdruck „a posteriori“ bedeutet wörtlich „vom Späteren her“ und beschreibt Erkenntnisse, Behauptungen oder Daten, die auf Erfahrung basieren oder erst nachträglich gewonnen werden.
Er ist das direkte Gegenstück zu a priori (wissensunabhängig von Erfahrung).
Philosophie und Erkenntnistheorie
In der Philosophie bezeichnet „a posteriori“ Wissen, das durch Sinneswahrnehmung und Beobachtung der Welt erlangt wird. Man nennt dieses Wissen auch empirisch.
  • Naturwissenschaften: Die Aussage „Wasser kocht bei 100 Grad Celsius“ ist eine Wahrheit a posteriori. Man musste es erst experimentell messen, um es zu wissen.
  • Alltagsfakten: Der Satz „Es regnet draussen“ lässt sich nicht durch reines Nachdenken logisch beweisen. Man muss aus dem Fenster schauen (Erfahrung).
Alltagssprache
Umgangssprachlich nutzt man den Begriff für Bewertungen oder Urteile, die man erst im Nachhinein – also nach einem bestimmten Ereignis – fällen kann.
  • Beispiel: „Ob diese Investition erfolgreich war, können wir erst a posteriori beurteilen.“
Statistik und Wissenschaft
In der Stochastik und Datenanalyse beschreibt die A-posteriori-Wahrscheinlichkeit die aktualisierte Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses. Sie wird berechnet, nachdem neue Daten, Beweise oder Testergebnisse vorliegen (z. B. beim Bayes-Theorem).